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19. Mai 2016

“Watch us die.” Must see: “The March” by David Wheatley, UK 1990

Abgelegt unter: English, movie — Tags:, , , — vg @ 16:26

Der MarschJust discovered this visionary movie from 1990. A five-year drought has brought people in North-East Africa to starvation, leaving them with the choice of death or Europe. When Irish EU Commissioner for International Development, “Clare Fitzgerald” (Juliet Stevenson) meets their leader “Isa el-Mahdi” (Malick Bowens), he tells her that it takes 50 dollars a year to keep one of them alive. “I have heard that you in Europe spend 200 dollars to feed your cats. Let us come to your homes and be your cats. It will be cheaper.” His message is as simple as it is powerful:

We are poor because you are rich.

As they march across Libyia and Algeria to Morocco, their numbers grow to a quarter of a million. Meanwhile, the Commissioner does all she can to find solutions: letting a limited number of them into Europe as a steam valve, a Marshall Plan for Africa. But the walls of ‘Fortress Europe’ are already in place in the heads of European politicians. At the same time the Afroamerican US presidential candidate Marcus Brown (Joseph Mydell) tries to radicalise the marchers and stages them for TV to utilize them for his campaign.

At the end of the movie, the marchers set accross the Strait of Gibraltar in hundreds of small boats, landing on a tourist beach in Spain where they are met by armed military. 25 years later, El-Mahdi’s words are more powerful than ever:

We believe that when you see us before you, you will not let us die. That is why we come to Europe. If you will not help us, there is nothing more we can do. We will die, and you will watch us die, and may God have mercy on us all.

When “The March” was first shown on German television in May 1990, it was followed by a discussion in which the movie was critized for being too pessimistic. Even though the news immediately before the sceening had reported on yet another boat with 300 African refugees arriving in Italy that day. For the link to Ghandi’s 1930 “Salt March” to protest British colonial rule in India, for the contrast to Jean Raspail’s dystopian 1973 French novel “The Camp of the Saints” and for an optimistic view of where Europe stands today, see the blog post va Laurence Jarvik (20.11.2015).

“The March” was directed by David Wheatley and produced by the BBC. It is available on DVD and on Youtube.

19. April 2016

Contribution to EU consultation “Next Generation Internet”

The European Commission in its Next Generation Internet Survey had asked what the Internet would look like in 2025 and what research is required to get there. Articles on this survey on vgrass.de, Digitale Gesellschaft, Netzpolitik.org and Heise News.

Below is my brief contribution to the survey. I have not yet received an acknowledgement of receipt, nor have my questions been answered whether the results of the survey will be published and how they will be used to inform EU research priorities. Answeres will follow as they are received.


From:
Dr. Volker Grassmuck, media sociologist, Berlin

To:
CNECT-E-NEXTGEN@ec.europa.eu
via webform at https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/nextgen-internet
– as PDF

Berlin, den 10.04.2016
Bez.: EU Survey „Next Generation Internet“

Dear ladies and sirs,

I welcome the opportunity by The Net Futures Directorate to express my opinion on research priorities with respect to the further development of the Internet. (weiterlesen…)

10. April 2016

So einfach…

Abgelegt unter: Allgemein — vg @ 18:46

Waffen-gegen-Flüchtlinge

8. April 2016

UPDATE: EU-Konsultation “Next Generation Internet”: Wie soll das Internet 2025 aussehen und welche Forschung braucht es dafür?

net_futures

– Der Konsultationstext ist noch vor 24 Uhr am 10. April von der Site der Europäischen Kommission verschwunden und jetzt in der WayBackMachine nachzulesen. —

„Europa ist Nachzügler im Digitalen.“ So beginnt die Problembeschreibung der Konsultation. Die Europäischer Kommission möchte daher ihre Vision von der Zukunft des Internet erneuern. Dazu führt die Direktion Netzzukunft unter Günther Oettingers Generaldirektion Connect eine Konsultation durch, die noch bis zum 10. April 2016 offen ist. Eine Chance für die Netzgemeinde dazu beizutragen, dass 750 Millionen Euro Forschungsförderung das offene Internet stärken. (weiterlesen…)

1. Februar 2016

Mut zum Tigersprung – Just do it!

Im Rahmen eines Entschließungsantrags der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen fand am 28.01.2016 eine Anhörung des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten, Medien und Regionalentwicklung des Niedersächsischen Landtages statt. Hier meine Stellungnahme.

(als PDF)


Mut zum Tigersprung – Just do it!

Stellungnahme zum Entschließungsantrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen
– Drs.17/4524 „Freies WLAN in Niedersachsen: Freifunk unterstützen, Bürgernetze ausbauen!“

 
Dr. Volker Grassmuck
Mediensoziologe
http://vgrass.de


 

Inhalt
„Freifunk unterstützen, Bürgernetze ausbauen!“
Störerhaftung
____Abmahnindustrie
____„Sommer unseres Lebens“
____Gesetzentwurf
____Reaktionen
____Haftungsfreiheit für alle
Routerzwang und Firmware-Lockdown
Öffentliche Funkfrequenzen und TV White Space
Breitband für alle
Quellen

(weiterlesen…)

6. Januar 2016

Den Dreistufentest zum Zweistufentest machen

Im Rahmen eines rundfunkrechtlichen Dreistufenstests der Online-Angebote von KiKA führte der Rundfunkrat des MDR, der für das Gemeinschaftsangebot von ARD und ZDF federführend ist, eine öffentliche Konsultation durch. Hier meine Stellungnahme.

(als PDF)


Stellungnahme im Konsultationsverfahren zum Telemedienkonzept „KiKA Telemedien“

Dr. Volker Grassmuck

Mediensoziologe
Berlin, den 04.01.2016


 

Den Dreistufentest zum Zweistufentest machen

Im Kern geht es beim Dreistufentest für öffentlich-rechtliche Telemedien nach § 11f Abs. 4 Rundfunkstaatsvertrag (RStV) darum, die Planung für ein Angebot vorzulegen, das überprüfbar den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gesellschaft entspricht (1. Stufe). Das ist gut und wichtig, versteht sich aber bei einem öffentlich beauftragen und finanzierten Medienangebot eigentlich genauso von selbst, wie eine Überprüfung der geplanten Mittel nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit (3. Stufe).

Mit jedem durchgeführten Dreistufentest weniger plausibel wird jedoch die 2. Stufe, auf der das öffentlich beauftragte, also gerade nicht marktliche Angebot auf seine Marktauswirkungen überprüft werden soll. Dafür schreibt der Rundfunkstaatsvertrag die Beauftragung externer Gutachter vor (§ 11f Abs. 5 RStV). Die müssen dann Äpfel mit Birnen vergleichen. Wie man erwarten würde, kommt nichts Sinnvolles dabei heraus.

Mehr als zehn Millionen Euro an Rundfunkbeiträgen sind bereits aufgewendet worden, um in jedem Einzelfall zu bekräftigen, was wir ohnehin schon wissen: dass nicht-marktliche Online-Angebote keine schädlichen Auswirkungen auf kommerzielle Angebote haben. Zehn Millionen Euro, die vor allem dazu dienen, den Befürchtungen der Medienindustrie über unfairen Wettbewerb zu begegnen und die für die Programmarbeit fehlen. Kein anderes Land hat so viele „Amsterdam Tests“ durchgeführt und dafür so viel Geld ausgegeben wie Deutschland.

KiKA eröffnet die zweite Staffel von Dreistufentests. Nach und nach müssen alle 38 Angebote, über die 2010 entschieden wurde, ebenfalls generalüberholt werden. Bevor es in derselben Routine weiter geht, ist zu fragen, wo sich der Test bewährt hat und wo er über das Sinnvolle hinaus schießt. (weiterlesen…)

14. Dezember 2015

Die Meinungsmacht von Google

GoogleisierungRezension von:
Stark, Birgit / Dörr, Dieter / Aufenanger, Stefan (Hrsg.), Die Googleisierung der Informationssuche. Suchmaschinen zwischen Nutzung und Regulierung, Reihe: Media Convergence / Medienkonvergenz 10, De Gruyter 2014
erschienen in: in: Medien & Kommunikationswissenschaft, 4/2015, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg (Hrsg.)

***

Evil oder nicht evil – an Google, oder neuerdings Alphabet, scheiden sich die Geister. Aus der sprichwörtlichen kalifornischen Garage entstanden, hat sich das Unternehmen trotz atemberaubenden Wachstums Kreativität und Innovationskraft bewahrt und ist Champion der Fortschrittsoptimisten und Traumarbeitgeber für IT’ler. Andererseits weckt das Unternehmen, das mit der unbescheidenen Mission antritt, „die Information der Welt zu organisieren“, durch seine Monopolstellung im Suchmarkt und die schiere Größe des darum entstandenen diversifizierten und vertikal integrierten Konzerns die schlimmsten Befürchtungen von Daten- und Verbraucherschützer, Kartell- und Medienrechtlern. Immer wieder gibt es Vorwürfe der Manipulation der Meinungsbildung seiner Nutzer und der Benachteiligung von Informationsanbietern. Politiker wie Justizminister Maas, Wirtschaftsminister Gabriel und EU-Kommissar Oettinger sind schnell mit der Forderung nach strikter Aufsicht oder gar Zerschlagung bei der Hand. (weiterlesen…)

9. November 2015

„Kollaboration“ nein danke

In den vergangenen fünfzehn Jahren macht sich die Rede von der „kollaborativen“ Erstellung von freiem Wissen breit. Der Pädagoge und Migrationsforscher Mark Terkessidis möchte „Kollaboration“ zum „ethischen Leitprinzip“ der Gesellschaft machen und Wikimedia hat gemeinsam mit der Berliner Gazette in ihrem „ABC des Freien Wissens“ den Buchstaben K mit „Kollaboration“ belegt. Gegen diese geschichtsvergessene Verwendung des Wortes argumentiert der folgende Text.

Volker Grassmuck
Langfassung eines Textes für Berliner Gazette, 14.11.15

Paris,_der_Kollaboration_beschuldigte_Französinnen. Wikimedia Commons, Bundesarchiv, CC-BY-SA 3.0

Paris, der Kollaboration beschuldigte Französinnen. Wikimedia Commons, Bundesarchiv, CC-BY-SA 3.0

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21. Oktober 2015

Gegen “Kollaboration”

Das Wikimedia ABC des Freien Wissens hat den Buchstaben K ausgerechnet mit “Kollaboration” belegt. Das forderte einen Einspruch – da ich an der Veranstaltung am 08. Oktober 2015 nicht teilnehmen konnte, per Videobeitrag:

Was sind die Motivationen und Rahmenbedingungen für das gemeinsame Erstellen von freiem Wissen? Das war die eigentliche und wichtige Frage des Abends, zu der die Diskussionsteilnehmer sicher Kluges und Nützliches hätten beitragen können. Stattdessen verstieg sich die Diskussion in eine heillose Verwirrung über ein untaugliches Wort. (weiterlesen…)

11. Oktober 2015

Im Zweifel wohnen

Abgelegt unter: photo — vg @ 19:14

Wer im Zweifel zu Hause ist, ist gut gerüstet für diese fragwürdigen Zeiten. ‘Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis.’ (Sprichwort aus China)

Gesehen in Rüschlikon.

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