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6. Juli 2014

V max. Die Zeitschrift auf der Überholspur, Nr. 2, 9/1985

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V max. Die Zeitschrift auf der Überholspur, Nr. 2, 9/1985

V max. Die Zeitschrift auf der Überholspur, Nr. 2, 9/1985

Zweifellos verlangt der Geist der Zeit nicht nach Gefälligem. Desto weniger ist den Einfällen das Zufällige abzusprechen. (Man versuche es nur: das Zufällige absprechen, wie man eine Warze bespricht.)
Die Bewegung ist wie Stillstehen. Nur schneller. Oder, (wie ein holländischer Radiomacher auf einer höchst üllegalen Performance im Ex intonierte) die Bewegung ist die Bewegung.
Was bleibt ist, die eigene Vermessenheit zum Maß der Dinge zu machen. Pfau Max, die Illustrierte auf der Großspur. (Jetzt mit eingebautem Paradigmenwechsler!)

Ein weiteres 30 Jahre altes Zeit(ungs)dokument ist dem Vergessen entwischt und überführt in das zeitlose Google-Gedächtnis, aus dem es nur noch einen Ausweg gibt: das Einklagen des Rechts auf Vergessenwerden. Hingegen wird die V max Nr. 3, obgleich redaktionell fast fertig gestellt und in der Nr. 2 vorangekündigt, nie gedruckt, auf absehbare Zeit in diesem klaglosen Vergessen verbleiben.

V max Nr. 2

Die Zeitschrift auf der Überholspur

Berlin, September 1985
Herausgeber: Verein zur Gangbarmachung kultureller Abwege

Mit Beiträgen von: Christian Andres, Anonymus, L.B., Anne-Claude Benhamiche, Frank Fabel, Volker Grassmuck, Ronald Hitzler, Jens Klennert, G. Lächter, Marcus Mons, Ulla Oberbeckmann, Sebastian Raabe und Wolfgang Rühle.
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21. Juni 2014

V max. Die Zeitschrift auf der Überholspur, Nr. 1, 1/1985

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V max. Die Zeitschrift auf der Überholspur, Nr. 1, 1/1985

V max. Die Zeitschrift auf der Überholspur, Nr. 1, 1/1985


Es ist die Leidenschaft des Archäologen, sich mit der stummen Zeit zu unterhalten. Wir sind Archäologen, keine Baumeister. Gleichermaßen ent-täuscht vom Mißlingen wie vom Gelingen aller Projekte (oder waren es nur Projektionen?) der Moderne, haben wir uns an Ausgrabungsarbeiten gemacht, um Partikel jenes ParalIeluniversums freizulegen, das wir nur noch fragmentarisch zitieren können. Das vollständige Zitat wäre die andere Zeit. Oder etwa nicht?

Dank hightech Archäologie ist es nun gelungen, das Wurmloch in jenes ParalIeluniversum auszugraben, wie es sich vor 30 Jahren manifestierte, und es als weiteres Zitat seiner selbst geneigten Zeitreisenden zur Verfügung zu stellen:

V max Nr. 1

Die Zeitschrift auf der Überholspur

Berlin, Januar 1985
Herausgeber: Verein zur Gangbarmachung kultureller Abwege

Mit Beiträgen von: Anonymus, Frank Fabel, Volker Grassmuck, Dietmar Kamper, Kristian Klippel, Stanislaw Lem, Jorge Lozano, Abbe Pirard, Tester R., Eila Reinwein und Christian Unverzagt. (weiterlesen…)

19. April 2014

Von Daseinsfürsorge zu Public Value
Für einen neuen Gesellschaftsvertrag über unsere mediale Umwelt

Grassmuck, Volker Ralf, Von Daseinsfürsorge zu Public Value. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag über unsere mediale Umwelt (March 02, 2014). erscheint Juni 2014 in: Dieter Klumpp, Klaus Lenk, Günter Koch (Hrsg.), Überwiegend Neuland. Zwischenbilanzen der Wissenschaft zur Gestaltung der Informationsgesellschaft, edition sigma, Berlin 2014. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=2426683

Abstract:
Seit Mitte der 1990er begibt sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk ins Internet und damit auf Neuland. Das führt zu Friktionen, zunächst mit den seit Mitte der 1980er zugelassenen privaten Rundfunkanbietern und der Presse, die sich durch ihn als öffentlich finanziertem Wettbewerber um den neuen Online-Markt betrogen sehen. Dann auch mit den Ureinwohnern des Neulands.

Kurz, der vernetzte Computer hat die alten, auf Papier und Äther gestützten Massenmedien gründlich aufgemischt – und damit auch die Öffentlichkeit. In Zeiten ‘konvergenter Unübersichtlichkeit’ (Wolfgang Schulz) gilt es, über all dem Neuen nicht die hart erkämpften Grundrechte wie die Meinungsfreiheit und die ihr dienende Medienfreiheit aus dem Auge zu verlieren. Das mit den Massenmedien entstandene und inzwischen europäisierte Medienrecht bemüht sich, der digitalen Revolution als ‘Neue Medien’, ‘Teledienste’ ‘Mediendienste’ und aktuell als ‘Telemedien’ im gewachsenen Rahmen einen Ort zuzuweisen.

Medienregulierung, die wie alles Recht doch demokratietheoretisch Ausdruck des Volkeswillens sein soll, findet jedoch weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ausgerechnet die Möglichkeitsbedingungen einer Öffentlichkeit, die Demokratie allein tragen kann, sind ihr blinder Fleck. Die Frage nach einer informationellen Daseinsvorsorge, Grundversorgung oder, wie es heute neudeutsch heißt, Public Value muss vom Internet aus neu gestellt werden.

Keywords: öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Internet, Konvergenz, Meinungsfreiheit, Internetdienstefreiheit, Medienregulierung, Daseinsvorsorge, Grundversorung, Public Value, Europarecht, Beihilfe, Verfassung, Grundgesetz

18. Juli 2013

The Sharing Turn: Why We are Generally Nice and Have a Good Chance to Cooperate Our Way Out of the Mess We Have Gotten Ourselves into

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Grassmuck, Volker Ralf, The Sharing Turn: Why We are Generally Nice and Have a Good Chance to Cooperate Our Way Out of the Mess We Have Gotten Ourselves into (August 18, 2012). Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=2295622

Published in: Wolfgang Sützl, Felix Stalder, Ronald Maier, Theo Hug (Eds.): Cultures and Ethics of Sharing / Kulturen und Ethiken des Teilens, Innsbruck University Press 2012 ISBN 978-3-902811-74-5

Abstract:
After a period of neoliberal blind faith in the power of economic self-interest and of austerity to tackle its catastrophic effects, we are re-discovering our more pleasant sides. There is currently a surge of interest in sharing – in research in various developmental sciences, in popular debate and most of all in practice. This paper proposes that our society is undergoing a Sharing Turn that has its roots in human nature and in cultural history, is media-technologically enabled by networked computers and is fueled by the rising anger over societal systems that fail to serve the public in- terest. It attempts to set out some of the roots, diverse manifestations and dynamics of this para- digmatic shift, and it expresses hope that the ‘trending’ values of sharing and cooperating will change the world for the better.

Keywords: sharing, cooperation, commons, res universitatis, knowledge commons, commons-based peer-production, evolutionary anthropology, evolutionary biology, homo economicus, scacity, abundance, free software, OA, OER

5. April 2013

A Proposal for Legalizing Small-Scale Physical Copyright Piracy Book Publishing, Video Films and Music in Developing Countries

Grassmuck, Volker Ralf, A Proposal for Legalizing Small-Scale Physical Copyright Piracy Book Publishing, Video Films and Music in Developing Countries (April 4, 2013). Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=2245342

Abstract:
The paper looks at the formative phase of media systems particularly in developing nations. It finds that copyright piracy in those situations serves a purpose not only in providing access to knowledge and creative works to audiences who would otherwise be excluded but also as the original accumulation of media infrastructures, know-how and capital that over time leads to the establishment of original forms of creative expression and legal media industries.

Looking at the examples of the publishing of books by foreign authors in 19th century USA, the emergence of the video film industry in Nigeria and briefly at the popular dance music in northern Brazil it shows the beneficial effects of piracy. From a public policy point of view, the paper then considers the benefits of copyright piracy and its harms, the most severe ones of which are caused by its illegality. In order to balance benefits and harms, it concludes by proposing to legalize small-scale physical copyright piracy in developing nations.

Keywords: piracy, copyright law, informal copyrights, access to knowledge, book publishing in 19th century USA, Nollywood, Tecnobrega

21. November 2012

Exkursion in die Coy-Galaxis

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“Exkursion in die Coy-Galaxis” — Aus Anlass des 65. Geburtstags von Wolfgang Coy wirft der Text einen Blick zurück auf Weggefährten, Zeitläufte, Themen. Entlang der Basismedien Bild, Schrift, Zahl erzählt er von der Entdeckung des Computers als Medium und der Benennung seiner Epoche als Turing-Galaxis. Mit der Erinnerung an Coys programmatische Arbeit für eine ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewussten Informatik wirft er zugleich einen Blick voraus auf Shapes of Things to Come. “Die Ordnung des Wissens ist immer auch eine politische Ordnung.” (Coy)

Anhalter-Turing-GalaxisErschienen in der Festschrift: Andrea Knaut, Christian Kühne, Constanze Kurz, Jörg Pohle, Rainer Rehak, Stefan Ullrich (Hrsg.), Per Anhalter durch die Turing-Galaxis, MV-Wissenschaft, Münster 2012, S. 9-17.

Diese hatte ihre Uraufführung auf dem Symposion des Fachbereichs »Informatik und Gesellschaft« der GI Anfang November.

Und als Zugabe hier die von denselben freundlichen Galaktikern bereitgestellte Audioaufzeichnung meines Vortrags “Per Anhalter durch die Turing-Galaxis” auf “Shape of Things to Come – Die Zukunft der Informationsgesellschaft” im Februar 2006 anlässlich von Wolfgang Coys 60. Geburtstag.

24. September 2012

Cultures and Ethics of Sharing

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Cultures and Ethics of Sharing

Cultures and Ethics of Sharing

Wolfgang Sützl, Felix Stalder, Ronald Maier, Theo Hug (Eds.): Cultures and Ethics of Sharing / Kulturen und Ethiken des Teilens
2012, innsbruck university pressiup ISBN 978-3-902811-74-5 • Download the book here.

This is a volume of essays about sharing. Few people could have predicted that practices of sharing would gain such prominence in contemporary society. It is, arguably, one of the most unexpected developments of the early 21st century. Surprising, but not inexplicable. Over the last decade, numerous developments have taken place that created conditions under which new practices could flourish and the roles of sociability and sharing are being re-examined. For example, the very idea of man and woman as homo economicus, that is creatures that will naturally gravitate towards the pursuit of narrow self-interest and, thus, the need of society to organize itself as to make productive use of this supposed essential characteristic, has been called into question with renewed vigor.

With contributions – half in English, half in German – by Manuela Farinosi, Manfred Faßler, Leopoldina Fortunati, Michael Funk, Doreen Hartmann, Andrea Hemetsberger, Aletta Hinsken, Tobias Hölterhof, Nicholas A. John, Magnus Lawrie, Claudia Paganini, Julia Rone, Klaus Rummler, Katherine Sarikakis, Hans-Martin Schönherr-Mann, Sebastian Sevignani, Alexander Unger and Karsten D. Wolf.

My own contribution – “The Sharing Turn. Why we are generally nice and have a good chance to cooperate our way out of the mess we have gotten ourselves into” – will come online shortly.

7. Januar 2012

“Uma exceção ao direito autoral para monetizar o compartilhamento de arquivos”

11_Repensando_Musica_AuditorioO Centro de Estudos do Auditório Ibirapuera de São Paulo publicou dois livros em agosto do ano passado: o primeiro número da Revista Auditório e a edição especial Repensando Música. Leia mais na página do Auditório.

O segundo livro contém meu artigo: “Uma exceção ao direito autoral para monetizar o compartilhamento de arquivos”, tradução de Raquel Setz

19. Dezember 2011

LiMux: Munich goes Free Software

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LiMuxlogoMunich’s LiMux project announced that on 12.12.2011 the 9,000th PC workstation in the city’s administration was migrated to the new LiMux Client, putting the project ahead of its schedule. With a few exceptions all MS Office suits have been uninstalled and replaced with OpenOffice. The migration of the remaining 3,000 workstations will be concluded in 2012. For a background story on the project that was initiated in 2003 see:

Update: Joe Karaganis also revisited our 2005 book and the conclusions drawn: Learning from LiMux, 20 December 2011.

11. November 2011

Kreativität und ihre Bezahlung: Vom Marktversagen zu Peer-to-Peer

Volker Grassmuck

Ausarbeitung des Beitrags auf dem Kulturpolitischen Bundeskongress in Forum 10 über „Kulturflatrate & Creative Commons. Neue Bezahlmodelle und die Freiheit der Kunst”, erschienen auf : netz.macht.kultur, 11.11.11.

[UPDATE] Der Text ist abgedruckt in: Vorgänge. Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik, Nummer 200 “Digitale Demokratie”, Heft 4, Dezember 2012, S. 83-89

Kulturellen Ausdruck wird es immer geben. Auch an der Bereitschaft, Künstlerinnen ihr Schaffen zu ermöglichen und sie dafür zu belohnen, fehlt es nicht, ob in Form von Mäzenen oder Markt, Klingelbeuteln oder Rundfunkgebühren, Steuergeldern oder Selbstausbeutung. Eine weitere Konstante scheint die extreme Ungleichverteilung von Aufmerksamkeit und Vergütung zu sein, vom armen Poeten, der nicht weiß, wie er den nächsten Tag überlebt, bis zum Superstar, der nicht weiß, ob er als nächstes eine Yacht oder einen Jet kaufen soll.

In diesem Feld setzt Kulturpolitik Grundwerte: die Grundversorgung mit Meinungsvielfalt, die Sicherung kultureller Vielfalt, die Gewährleistung von kultureller Bildung und rezeptiver und produktiver kultureller Teilhabe, die angemessene Vergütung der Urheber für die Nutzung ihrer Werke.

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