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13. April 2013

Sharing Licence Library

This is a collection of materials on the proposals to legalize file-sharing in exchange for a flat-rate remuneration. These proposals are as old as P2P file-sharing itself. They have been advanced by law scholars, people from the music industry, consumer and Internet user organisations, collecting societies and political parties. They have come in the form of feasibility studies, passionate manifestos, scholarly and popular articles, law proposals and (near) pilot projects. And they have come under names such as alternative compensation system, content or culture flat-rate, licence globale, artistic freedom voucher, noncommercial use levy and sharing licence. If you have materials (text, audio, video) that should be in this collection, please mail me. Any discussion paper, law proposal, artist’s statement from any country in any language pertinent to the subject is welcome. Broken links as well. Thank you.

— Last updated 13.04.2013 — (more…)

11. November 2011

Kreativität und ihre Bezahlung: Vom Marktversagen zu Peer-to-Peer

Volker Grassmuck

Ausarbeitung des Beitrags auf dem Kulturpolitischen Bundeskongress in Forum 10 über „Kulturflatrate & Creative Commons. Neue Bezahlmodelle und die Freiheit der Kunst“, erschienen auf : netz.macht.kultur, 11.11.11.

[UPDATE] Der Text ist abgedruckt in: Vorgänge. Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik, Nummer 200 „Digitale Demokratie“, Heft 4, Dezember 2012, S. 83-89

Kulturellen Ausdruck wird es immer geben. Auch an der Bereitschaft, Künstlerinnen ihr Schaffen zu ermöglichen und sie dafür zu belohnen, fehlt es nicht, ob in Form von Mäzenen oder Markt, Klingelbeuteln oder Rundfunkgebühren, Steuergeldern oder Selbstausbeutung. Eine weitere Konstante scheint die extreme Ungleichverteilung von Aufmerksamkeit und Vergütung zu sein, vom armen Poeten, der nicht weiß, wie er den nächsten Tag überlebt, bis zum Superstar, der nicht weiß, ob er als nächstes eine Yacht oder einen Jet kaufen soll.

In diesem Feld setzt Kulturpolitik Grundwerte: die Grundversorgung mit Meinungsvielfalt, die Sicherung kultureller Vielfalt, die Gewährleistung von kultureller Bildung und rezeptiver und produktiver kultureller Teilhabe, die angemessene Vergütung der Urheber für die Nutzung ihrer Werke.

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8. Oktober 2011

Vorschlag zum Besseren – die Tauschlizenz

Vorschlag zum Besseren – die Tauschlizenz*

Volker Grassmuck

RFC1 ver. 1.0, 6.10.2011

Ende April stellte der Chaos Computer Club (CCC) ein Vergütungsmodell für Kreative vor, die Kulturwertmark (KWM). Zunächst was mir daran gefällt: Urheber und Publikum werden ins Zentrum des Modells gestellt. Ebenfalls zu begrüßen ist, dass Deutschlands Hacker-Club sich in die Debatte ums Urheberrecht einschaltet. Nicht so gut gefällt mir, dass er das nicht in seiner Kernkompetenz tut, sondern sich auf dünnes Eis begibt. Vor allem hat mich enttäuscht, dass das Papier offensichtlich als Reaktion auf die Kultur-Flatrate formuliert ist, es zu dieser aber nichts zu sagen weiß, als „Komplettüberwachung des Netzes, um korrekte Downloadzahlen … zu ermitteln.“ Genau zu der Frage: Erhebung der Downloadzahlen, hätte ich mir vom CCC kreativere, konstruktivere Beiträge gewünscht.

Tatsächlich unterscheiden sich die Kultur-Flatrate – für die ich den in Brasilien geprägten Namen „Tauschlizenz“ vorziehe – und die KWM im Grundsatz nicht. Beide sehen eine gesetzliche Erlaubnis zum privaten, nichtkommerziellen Tauschen und Mixen vor. Dafür bekommen Urheber und Künstler von allen Breitband-Internet-Nutzern eine Vergütung. Beide Modelle nehmen eine – noch näher zu bestimmende – Vergütungshöhe von monatlich € 5,- an, was einen Gesamtbetrag von € 1,5 Milliarden pro Jahr ergibt.

Wie dieser Topf ausgeschüttet werden soll, darin liegt der größte Unterschied. Üblich ist bei dieser Art von kollektiv verwalteter Umverteilung, dass der individuelle Anteil im Verhältnis stehen soll zur tatsächlichen Nutzung der eigenen Werke. Die wird z.B. über Abspiellisten von Radiostationen und Clubs erhoben. In der digitalen Welt geht das natürlich viel einfacher und genauer. Der CCC lehnt diese Verfahren ab, vor allem, weil man die real-existierenden Urheberkollektive, allen voran die GEMA, tatsächlich nur ablehnen kann. Stattdessen schlägt er vor, den Zahlungspflichtigen ihre € 5,- in Form einer Mikrowährung zurückzugeben. Jede Einzelne kann sie dann an Songs, Podcasts, Fotos usw. verteilen, die ihr gefallen haben.

Ich bin überzeugt, dass eine Auszahlung im Verhältnis zur Popularität dem Gerechtigkeitssinn der allermeisten Kreativen ebenso wie dem des Publikums entspricht, vom Urheberrecht ganz zu schweigen. Die Verwertungsgesellschaften müssen grundlegend reformiert werden. Darin sind sich alle Beteiligten einig. Sie zu ignorieren und – unsehenden Auges – eine neue aufzubauen, wie sich das der CCC vorstellt, ist nicht die Lösung. Ich halte eine individuelle, willkürliche, also nutzungsunabhängige Verteilung des Geldes für unplausibel. Andere sehen das anders. Wir werden nur wissen, ob diese Methode erfüllt, was sie leisten soll, wenn wir sie ausprobieren.

Daher schlage ich am Ende des Textes ein Pilotprojekt vor, in dem es vor allem um die Frage der Verteilungsgerechtigkeit gehen soll. Nach zehn Jahren Debatte über die Legalisierung des Tauschens und die vergeblichen, aber schädlichen Versuche es zu unterdrücken, ist es an der Zeit, das Modell endlich mal praktisch auszuprobieren.

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Dieser Text als PDF. Kurzfassung auf Netzpolitik.org. 06:57 Audio auf DRadio Breitband, 22.10.2011:

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7. Juni 2011

netz.macht.kultur, Berlin, 9.-10.6.2011 [Update]

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Die Kulturpolitische Gesellschaft und die Bundeszentrale für politische Bildung laden am 9. und 10. Juni zum 6. Kulturpolitischen Bundeskongress ins Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin-Mitte. Das Programm bietet unter anderem folgende Highlights: (more…)

20. April 2011

Rethink Music Conference Update

Next week, 25-27 April the Rethink Music conference will take place in Boston, MA, USA. The Berkman Center has just published a great collection of papers as Briefing Book for the conference. It includes one by Yochai Benkler entitled „Voluntary Payment Models.“ This is a summary of a paper whose publication I had been looking forward to ever since I learned about it: Leah Belsky, Byron Kahr, Max Berkelhammer and Yochai Benkler, Everything in Its Right Place: Social Cooperation and Artist Compensation, 17 MIch. telecoMM. tech. l. Rev. 1 (2010). The core finding of their empirical study: In a voluntary pay-what-you-like CC-licensed environment like Magnatune artists earn more than with forced fixed price like on iTunes.

I will be on a panel on „Alternative compensation schemes“ with Jim Griffin, Ronaldo Lemos and Larry Lessig moderated by Terry Fisher. If you’re there come by and join the fun. You can follow the event on Twitter, Facebook and LinkedIn.

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